Alle Artikel von Daniel

Priorisierung von Anforderungen

Anforderungen müssen aus unterschiedlichen Gründen priorisiert werden. Meist sind Zeit- und Budgetrestriktionen für einzelne Entwicklungszyklen oder für das Gesamtprojekt ursächlich. Werkzeuge zur Priorisierung von Anforderungen sind beispielsweise eine Nutzen- oder Rangordnungsmatrix, aber auch eine Nutzwertanalyse mittels Punktbewertung für definierte Anforderungspakete.

Nutzen- und Rangordnungsmatrix zur Grob- und Vorauswahl von Anforderungen

Eine Nutzenmatrix besteht aus Kriterien zur Bewertung von Anforderungen (beispielsweise die Erreichung von (Teil-)Projektzielen) sowie den Anforderungen selbst. Für jede Anforderung wird nun ermittelt, inwiefern sie jedes Kriterium erfüllt. Die Anforderungen, welche die meisten Kriterien erfüllen können anschließend „gebaselined“ werden. Eine Nutzenmatrix kann wie folgt aussehen:

Kriterium / Anforderung A1 A2 A3
K1 Ja Nein Ja
K2 Ja Nein Nein
K3 Ja Nein Ja
Summe 3 0 2

Eine Priorisierung der Anforderungen A1, A2 und A3 würde also die folgende Reihung ergeben: A1, A3, A2.

Die Rangordnungsmatrix führt zu einer qualitativ besseren Reihung der Anforderungen, erfordert jedoch einen zusätzlichen Analyseaufwand. In ihr wird nicht nur gefragt, inwiefern eine Anforderung ein Kriterium erfüllt, sondern auch noch wie gut diese Anforderung das Kriterium im Vergleich zu den übrigen Anforderungen abdeckt.

Bei obigem Beispiel mit drei Kriterien werden also drei Ränge benötigt:

Kriterium / Anforderung A1 A2 A3
K1 2 1 3
K2 3 2 1
K3 2 1 3
Summe 7 4 7

Anforderung drei deckt also die Kriterien K1 und K3 am Besten ab. Durch Anwendung der Rangordnungsmatrix ergibt sich eine neue Reihenfolge der Anforderungen: {A1, A3}, A2.

Nutzwertanalyse mittels Punktbewertung

Die Nutzwertanalyse führt zusätzlich eine Gewichtung der Kriterien ein:

Kriterium / Anforderung Gewichtung A1 (Gew. * A1) A2 (Gew. * A2) A3 (Gew. * A3)
K1 20 20 400 0 0 35 700
K2 10 20 200 0 0 0 0
K3 70 10 700 0 0 20 1400
Summe 100 50 1300 0 0 55 2100

Die Reihenfolge der Anforderungen liegt demnach bei A3, A1, A2.

Die Requirements Baseline ist der primäre Output der Anforderungsanalyse. Sie bildet eine abgestimmte Übersicht über die abzudeckenden Anforderungen des nächsten Entwicklungszyklus.
Quelle

Was ist Kollaboration? Eine Abgrenzung zur Kooperation.

Aktuell beschäftige ich mich mit dem Thema des produktiven Einsatzes von Kollaborations-Möglichkeiten in Unternehmen bzw. Unternehmensnetzwerken. Da der Begriff Kollaboration selbst oft inflationär als Synonym für Kooperation bzw. Zusammenarbeit verwendet wird und ich nicht in die gleiche Falle der begrifflichen Beliebigkeit verfallen will, möchte ich den Artikel hier erstmal für mich definieren.
Was ist Kollaboration? Eine Abgrenzung zur Kooperation. weiterlesen

Koordination, Kooperation, Kollaboration

Kollaboration vs. Kooperation

In einem aktuellen Projekt wurde die Frage aufgeworfen, was Kollaboration überhaupt sei und wie Unternehmen dadurch profitieren können. Als Einführung in das Thema habe ich mir eine kleine Story ausgedacht, welche ich nachfolgend mit Euch teilen möchte. Über Kommentare und Anregungen freue ich mich ganz besonders.
Kollaboration vs. Kooperation weiterlesen

Lastenheft vs. Pflichtenheft: Wo liegt der Unterschied?

Eine beliebte Aufgabe im Vorstellungsgespräch ist die Unterscheidung zwischen Pflichten- und Lastenheft. Auch in der Praxis hat diese Fragestellung eine gewisse Relevanz, werden die beiden Begriffe doch oftmals nicht sauber unterschieden und sogar synonym verwendet. Trifft man auf einen Kunden, der den Unterschied jedoch kennt, kann es mitunter peinlich werden.

Lastenheft vs. Pflichtenheft: Wo liegt der Unterschied? weiterlesen

EPK-Dokumentation eines Geschäftsprozesses

Was sind eigentlich Geschäftsprozesse?

Geschäftsprozesse in Unternehmen existieren unabhängig davon ob sie modelliert wurden oder nicht. Es sind geschäftliche Abläufe die entweder der direkten betrieblichen Leistungserstellung dienen, oder diese zumindest unterstützen (z.B. durch Bereitstellung von Materialien, Personal, etc…). Man unterscheidet demnach zwischen Kernprozessen, welche der direkten Leistungserstellung eines Unternehmens dienen, sowie unterstützenden Prozessen, welche die Durchführung der Kernprozesse überhaupt erst ermöglichen bzw. deren Ausführung begünstigen.

Was sind eigentlich Geschäftsprozesse? weiterlesen